Der Terminmarkt zieht an
Viele Betriebe kaufen ihren Strom für das kommende Jahr über Lieferverträge ein, deren Preis sich am Terminmarkt orientiert. Maßgeblich ist dort der Kontrakt für das ganze Lieferjahr, für 2027 heißt er „Cal-27“. Seine Entwicklung in diesem Jahr:
- Mitte Juli 2026: 104,50 €/MWh, schon damals der höchste Stand seit fast drei Jahren
- 2. September 2026: 123,12 €/MWh
- 9. Oktober 2026: 140,21 €/MWh
- 23. Oktober 2026: 154,42 €/MWh, der höchste Schlusskurs des Jahres
Gegenüber dem Vorjahr liegt der Kurs damit 81 % höher. Treiber ist das Gas: Gaskraftwerke bestimmen in vielen Stunden den Strompreis, deshalb schlagen Gaspreise fast vollständig auf den Terminmarkt durch. Allein seit dem 9. Oktober ist der Gaspreis am Großhandelsmarkt TTF um 15 % auf rund 94 €/MWh gestiegen.
Dazu steigen die Umlagen
Auch die staatlich festgelegten Bestandteile des Strompreises werden 2027 teurer. Die Umlagen auf den Strompreis steigen insgesamt um 22,9 %, von 2,946 auf 3,621 ct/kWh:
- Offshore-Netzumlage: von 0,941 auf 1,143 ct/kWh (+21,5 %)
- Aufschlag für besondere Netznutzung: auf 2,027 ct/kWh (+30 %)
- KWKG-Umlage: 0,451 ct/kWh (+1,1 %)
Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Ein Rechenbeispiel (eigene Rechnung, Werte netto): Ein Betrieb mit 300.000 kWh Jahresverbrauch zahlt allein durch die höheren Umlagen 2027 rund 2.000 € mehr (0,675 ct/kWh × 300.000 kWh). Wer seinen Strom für 2027 zum Kurs vom 23. Oktober statt zum Kurs von Mitte Juli einkauft, zahlt auf den Energieanteil rund 5 ct/kWh mehr, bei 300.000 kWh also rund 15.000 € mehr im Jahr.
Wie viel davon tatsächlich auf Ihrer Rechnung ankommt, hängt davon ab, wann und wie Ihr Versorger beschafft. Die Richtung ist klar: Jede Kilowattstunde, die Ihr Betrieb 2027 bezieht, wird teurer.
→ Industriestrompreis 2026: Warum Ihr Betrieb leer ausgeht
Den Preis können Sie nicht steuern, den Verbrauch schon
Auf Börse und Umlagen hat kein Betrieb Einfluss. Auf die Menge schon. Und genau dort steckt in den meisten Betriebsnetzen Potenzial, das mit dem Strompreis wächst: Störfaktoren wie Oberschwingungen, Schieflast, ein schlechter Leistungsfaktor und Störimpulse belasten Leitungen, Transformatoren und Elektromotoren. Sie erzeugen Wärme und Verluste, die Sie als Verbrauch bezahlen, ohne dass eine Maschine dadurch mehr leistet.
Die Elektronische Strom- und Netzoptimierungsanlage ESO gleicht diese Störfaktoren laufend aus, direkt an der Hauptverteilung:
- Weniger Stromverbrauch: Ohne Eingriff in Ihre Maschinen - sie laufen unverändert.
- Stabileres Stromnetz im Betrieb: Weniger Störungen an Maschinen und Elektronik.
- Schont Elektromotoren: Sie laufen kühler und halten länger.
- Mindesteinsparung garantiert: Sonst Kaufpreis zurück.
Die Einsparung beträgt bis zu 15 % des Stromverbrauchs. In unseren Referenzbetrieben liegt sie im Mittel bei 12,4 %, ermittelt aus Monatsvergleichen auf Abrechnungsbasis.
→ So funktioniert die ESO-Anlage - einfach erklärt
Warum gerade jetzt
Jede eingesparte Kilowattstunde ist so viel wert, wie die Kilowattstunde kostet. Steigt der Strompreis, steigt also auch der Wert der Einsparung, und die Anlage hat sich schneller bezahlt. Dazu kommt: Die ESO-Anlage ist über die BEG EM förderfähig, ein Teil der Investition wird also bezuschusst.
→ BAFA-Förderung für die ESO-Anlage
Die Einsparung wirkt ab dem Tag der Inbetriebnahme, unabhängig davon, was Börse und Gesetzgeber im nächsten Jahr entscheiden.
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Quellen:
- tacto.ai: Strompreis aktuell - EEX German Baseload Cal-27, Schlusskurs 23.10.2026 (Seite vom 26.10.2026) - tacto.ai
- EM Energy Consulting: Strom Cal 27 und Cal 28 - Herbst-Beschaffungsfenster 2026 (18.09.2026) - energy-strategies.at
- ASEW, Meldung vom 27.10.2026, nach Stadt+Werk: Strom-Umlagen steigen 2027 um knapp 23 Prozent - stadt-und-werk.de
- Einsparung in ESO-Referenzbetrieben: Mittel aus Monatsvergleichen auf Abrechnungsbasis (Kundenangaben)









